Spontaneous Adventure Generator

22 03 2009

15:59 Uhr. Ich stehe am Rande eines Ackers. Ich prüfe nach: N 50° 58.767 / E 11° 55.434, die Position ist richtig. Starker Wind bläst mir in mein sonnengegerbtes Gesicht und ich warte darauf, dass die Flüssigkristallanzeige auf meinem Mobiltelefon 16:00 formt. Dann ist es soweit. Ich habe es geschafft. Ein Gefühl von Stolz durchzieht mich. Ich zücke den Fotoapparat und halte diesen Moment und die Position fest.


Fünf Minuten später sitze ich bereits in meinem Wagen und denke mir, dass ein paar mehr Menschen am Feldrand nicht hätten schaden können. Zusammen hätten wir Kuchen gegessen, Twister gespielt oder einfach nur erzählt aber leider war ich allein. All das denke ich mir und fahre nach Hause.

Mein erster Geohash.





GTA IV – Lost for Money

22 02 2009

GTA IV - Lost for Money

Um es einmal festzuhalten: Rockstar bringt mit GTA IV „Lost and Damned“ ein Add-On zu einem der erfolgreichsten Spiele der letzen Jahre heraus. Doch nicht etwa, wie man meinen möchte, auf allen gängigen Plattformen. Nein!

Ausschließlich auf Microsofts Xbox hat man das Vergnügen erneut durch Liberty City zu ziehen. Diese Methode ist nicht neu aber als Spieler fühlt man sich wieder einmal mehr verarscht, wenn keine Xbox das Wohnzimmer ziert. Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach: Der Konsolenhersteller bietet dem Spielhersteller eine exorbitante Summe Geld und der produziert im Gegenzug das Spiel ausschließlich für diese Plattform.

Rockstar kann in diesem Fall gar nicht an einer breiten Nutzung von „Lost and Damned“ interessiert sein. Es zählt allein das Geld. So viel zum Kulturgut Computerspiel. Nichts gegen Microsoft aber eine Xbox schaffe ich mir deswegen nicht an. Auch wenn „Lost and Damned“ ganz sicher ein Kracher ist!





Tausche 80 kg Sekundärrohstoffe gegen Formel-1-Wagen

16 12 2008

Aus gegebenem Anlass:

...na es geht doch!

...na es geht doch!

20 Jahre sind vergangen, seit diesem denkwürdigen Tag im Dezember 1988. Doch nach wie vor ist Umweltschutz, Klimaerwärmung und Recycling in aller Munde. Ich war bereits vor 20 Jahren an vorderster Front dabei. Warum es als Auszeichnung einen ozonlocherweiternden Formel-1-Flitzer auf die Hand gab, versteh ich bis heute nicht. Wo ist der eigentlich abgeblieben?





Perlen vor die Säue werfen

19 09 2008

Wow…gut zweieinhalb Monate ist es her, seit ich meinen letzten Eintrag in die Kiste gekloppt habe. Mittlerweile geht es drunter und drüber und das Diplom, das diplomiert.

Aus diesem Anlaß hier ein Mix an Perlen, die ich in der blogfreien Zeit entdeckt habe. Und bei einem “aaaaaaaaaalt!”, gibt’s auf die Schnauze!

Billy Joel – The Stranger

Billy Joel

Die 8. Gardearmee

Die 8. Gardearmee

Portal

http://www.the3dzone.de

Quelle: http://www.the3dzone.de

Die Sophienheilstätte

Solid – Fishbowl Memories

Brügge sehen…

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit (das königliche “Ihr”)!





Manchmal dauert’s eben, bis es wieder zündet…

1 06 2008

Das ich das noch erleben durfte. Fantastisch! Ich bin noch immer begeistert.

Vorgeschichte: Vor gut sieben Jahren, es war spät in der Nacht und ich zappte mal wieder gelangweilt durch’s TV, da blieb ich beim Kulturprogramm auf 3sat hängen. Dort standen drei, mit Gitarren behängte, südländisch aussehende Typen auf der Bühne und legten eine Performance hin, die ihresgleichen sucht. Fliegende Instrumente, rauchende Gitarren, Akrobatik, Rhythmus und Witz. Kurzum, ein echtes Feuerwerk der Unterhaltung.

Ich recherchierte damals einige Zeit im Netz, um ein paar Informationen über diese „Höllenhunde“ zu bekommen. Doch vergeblich, so richtig wollte mir das Web 1.0 nichts Preis geben. Jahre vergingen…

Vor zwei Tagen sah ich doch tatsächlich ein Plakat direkt neben meiner Wohnung, hier in Kronberg. „Paul Morocco & Olé“ stand da. Darauf die Fratzen des vor sieben Jahren „erzappten“ Trios. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Dort stand tatsächlich etwas von einer zweistündigen Show und das auch noch kostenlos. Toll!

Lange Rede…

Der Abend war fantastisch! Die Performance nicht in Worte zu fassen.

Am besten man macht sich selbst ein Bild (und den Ton etwas lauter).





Yeeees!Ehm…Noooo! Yo?!

19 05 2008

http://www.gearfuse.com/wp-content/uploads/2007/10/nerd.jpg

Ja, unglaublich aber wahr. Es gibt mich noch.

Es ist die Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs, der neuen Ufer, des Anknüpfens und des Neubeginns. Sprich, Zeit für das Diplom.

Gleich vorweg die gute Nachricht, ich habe mir einen Jugendtraum erfüllt. Ein Job in der Spielebranche. Ob es wirklich von Vorteil ist seine eigenen Träume zu erfüllen, das wird sich noch zeigen.

Aber nun zu den Details. Die Details, die ich als offizieller Geheimnisträger der Entertainmentindustrie berechtigt bin, preiszugeben. Seit Mai arbeite ich für einen Dienstleister im Computer- und Konsolenspielebereich. Das heißt von der Spieleplanung über die Quality Assurance, bis hin zum Marketing und der PR ist alles dabei.

Wie könnte es auch anders sein, ich bin für den Bereich PR und Marketing tätig. Der Brancheneinblick ist wirklich spannend, auch wenn ich einiges noch mit sehr kritischen und sicher auch teilweise „naiven Augen“ betrachte.

Die Regeln im Game-Business scheinen auf den ersten Blick recht eingefahren. „Wir haben das Geld, also regeln wir das auch nach unserer Art!“. Sicher, das ist nichts neues aber so live und in Farbe wirken manche Dinge eben stärker und intensiver.

So ich muss weiterclippenarbeiten….





Messenpanik!

25 02 2008

Leipziger Messe GmbH

Nun ist es amtlich. Der BIU e.V. (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) plant zusammen mit der Kölnmesse GmbH für 2009 eine Spielemesse in Köln. Das Ganze soll unter dem Titel „GAMESCom“ laufen, da die Leipziger Messe GmbH verständlicherweise den Titel der „Games Convention“ nicht einfach so abtreten wollte.

Das ist das Ergebnis eines seit Jahren andauernden Kampfes. Gekämpft wurde statt mit Vernunft mit Holzhammer-Argumenten, wie der schlechten Verkehrsanbindung Leipzigs oder den überbelegten Hotels zur GC-Zeit.

Das die Entfernung vom Flughafen Leipzig bis hin zum Messe Areal schlappe 11 km beträgt, der Flughafen über einen Bahnanschluss der Deutschen Bahn verfügt, die Autobahnen A14 in unter 1 km und die A9 nach Berlin und München in knapp 15 km Entfernung am Messegelände liegen, scheint niemanden zu interessieren.

Es ist schon verrückt, denn zeitgleich mit der Ankündigung des BIU, gewinnt die Messestadt Leipzig den Conga-Award für das beste Kongreßzentrum Deutschlands. Damit bleiben 400 Veranstaltungsorte u.a. auch Köln hinter dem Congress Center Leipzig.

Die „Games Convention“ in Leipzig war eine Erfolgsgeschichte. Fanden sich im Jahr 2002 noch 166 Aussteller und rund 80.000 Besucher in Leipzig ein, so waren es 2007 bereits 503 Aussteller und rund 185.000 Besucher [1].

Theoretisch wäre es möglich, auch 2009 die „Games Convention“ in Leipzig stattfinden zu lassen, allerdings gehören dem BIU die weltweit größten Spielehersteller wie EA, Activision oder Nintendo an, was sicher auch den Rest der Branche nach Köln wandern lässt. Das Ende der GC ist wohl damit besiegelt.

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[1] Leipziger Messe, Pressemeldung,
„GC 2007 geht mit Rekordbilanz zu Ende“ – 26. August2007





Auch vor 65 Jahren war Gras grün

11 02 2008

Viele Weltkriegsshooter haben eines gemeinsam. Nicht etwa das immer gleiche Szenario, das selbe Waffenarsenal oder die sich immer gleichenden Missionsziele. Nein, hier geht es um ein Gestaltungsmittel, denn im Großteil der Levels und Areale herrscht häufig triste Farblosigkeit. Als Spieler zieht man mit Infanterieregimentern durch fahle Straßenviertel mit grau verputze Gassen, sprengt U-Boote in aschefarbenen Hallen oder gibt seinen bleichen Kollegen Feuerschutz.

http://www.nzgamer.com/http://ps3.pspfreak.de/flickr.com

(v.l.n.r. Brothers In Arms; Call Of Duty 2; Medal Of Honor: Airborne)

Sicher, Straßen und Stadtteile wirken nun mal grau aber auch Wiesen und Wälder werden blass und farblos dargestellt. Man möchte meinen vor gut 65 Jahren war neben Frieden auch Farbe Mangelware. Heute kennt man den Zweiten Weltkrieg meist nur durch Schwarz-Weiß Aufnahmen und kann sich deshalb diese Zeit nur schwer in „bunt“ vorstellen, doch auf Dauer wirkt diese Schlichtheit einfach nur ermüdend.

Wenn schon Spiele mit dem immer gleichen Thema Weltkrieg veröffentlicht werden, dann doch demnächst bitte mit mehr Farbe. Wofür haben Walter Bruch und Co. sonst gearbeitet?! Danke.





Mal so richtig abhängen…

6 02 2008

Nachdem ich in Südafrika „Biltong“ kennen- und liebengelernt habe, gehe ich nun selbst in die Biltong-Produktion.

Problematisch ist allerdings das Klima in unserer Region. Es ist zu feucht und kühl um das gewürzte Fleisch zu trocknen. Aus diesem Grund musste eine Biltong-Box gebaut werden, in der das Fleisch für mehrere Tage aufgehängt werden kann. Gesagt getan.

biltongbox.jpg

So, das Fleisch ist nun gewürzt und eingelegt und hängt bereits seit 30 h. 3-4 Tage kann es noch. Ich bin gespannt ob es gelingt. Fortsetzung folgt…

boxinnen.jpgbiltong.jpg

Ich hoffe das Fleisch ist nicht so zäh wie die dieser Blogeintrag.





“An die Nachgeborenen”

25 01 2008

Ihr, die ihr gesichert lebet
In behaglicher Wohnung;
Ihr, die ihr abends beim Heimkehren
Warme Speise findet und vertraute Gesichter:

Denket, ob dies ein Mann sei,
Der schuftet imSchlamm,
Der Frieden nicht kennt,
Der kämpft um ein halbes Brot,
Der stirbt auf Ja oder Nein.
Denket, ob dies eine Frau sei,
Die kein Haar mehr hat und keinen Namen,
Die zum Erinnern keine Kraft mehr hat,
Leer die Augen und kalt ihr Schoß
Wie im Winter die Kröte.
Denket, dass solches gewesen.

Es sollen sein diese Worte in eurem Herzen.
Ihr sollt über sie sinnen, wenn ihr sitzet
In einem Hause, wenn ihr geht auf euren Wegen,
Wenn ihr euch niederlegt und wenn ihr aufsteht;
Ihr sollt sie einschärfen euren Kindern.

Oder eure Wohnstattsoll zerbrechen,
Krankheit soll euch niederringen,
Eure Kinder sollen das Antlitz von euch wenden.

Aus PrimoLevi: „Ist das ein Mensch?“

Rampe Birkenau

Wenn das Jahr beginnt und der Januar in den letzten Zügen liegt, dann steht auch ein besonderes Datum an. Der 27. Januar – vor 63 Jahren wurden die Konzentrationslager in Auschwitz von der Roten Armee befreit.

63 Jahre, die Zeit eines Menschenlebens. Doch betrachtet man die Menschheitsgeschichte genau, dann sind 63 Jahre nicht viel. Aber es ist immerhin genug Zeit um zu vergessen. Doch Orte wie Auschwitz, Buchenwald, Majdanek und alle die anderen Konzentrationslager sind Orte die man nicht vergessen darf.

Gleichwohl man diese Namen schon oft gehört hat, das Grauen und die Hölle mit ihnen verbindet, so ist es doch unsere Aufgabe das Erinnern fortzuführen, denn bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben.

Hervorragend zum Erinnern geeignet und uneingeschränkt empfehlen kann ich…

Ein autobiografischer Bericht über das Leben Levis in Auschwitz II (Birkenau). Erdrückende Schilderung die ein Film oder eine Dokumentation nie darzustellen vermag.

Ein sehr gut gemachter Spielfilm über die Geschichte des Sonderkommandos in Birkenau.

  • …die BBC-Dokumentation „Auschwitz“ (frei über Google-Video erhältlich)

Teil 1: Auschwitz – Die ersten Opfer
Teil 2: Auschwitz – Die Sklavenindustrie
Teil 3: Auschwitz – Die Fabriken des Todes
Teil 4: Auschwitz – Verbrechen und Korruption
Teil 5: Auschwitz – Der Massenmord
Teil 6: Auschwitz – Befreiung und Vergeltung

Ich danke für die Aufmerksamkeit.