Der Promifaktor

22 02 2007

Blackfield

Jeanette Biedermann

KATO Berlin. Es soll ein entpannter Prog-Abend mit „Blackfield“ und „Pure Reason Revolution“ werden. Doch während ich so „mein halbes Brot“ trinke und noch vor dem eigentlichen Konzert läuft die Person an mir vorbei, die ich hier wohl am wenigsten erwartet hätte, Jeanette Biedermann.

Da stelle ich mir doch die Frage. Warum muss man Leute eigentlich damit nerven, ihnen zu erzählen welchen Promi man schon mal wann und wo gesehen hat? Gut, es könnte sein das die Konversation an jener Stelle in der, der Promi „das Spielfeld betritt“ eine gewisse Aufwertung erfährt. Es könnte aber genauso sein das man vom Gegenüber als „minderwertig“ angesehen wird – wenn man sonst schon nichts zu bieten hat. Oder kann es sogar soweit kommen, dass eine geschätzte und bewunderte Band angesichts eines anwesenden Promis, den der Gesprächspartner und man selbst, sagen wir mal „nicht sonderlich“ mag, eine Abwertung erfährt. Oder erfährt gar der Promi dadurch, das er bei der geschätzten und hochverehrten Band anwesend ist, eine Steigerung in der seiner Beliebtheit? Das alles weiß ich nicht, vielleicht ist das auch besser so.





Und er ist weg…

22 02 2007

...verständlich

Mein unerschütterliches Vertrauen ist gebrochen. Jahrelang, ach sprechen wir ruhig von Jahrzehnten, fühlte ich keinerlei Unsicherheit, Automaten mit meinem Geld zu füttern damit sie das taten, wofür sie erschaffen wurden – Tickets drucken, Parkscheine ausstellen, zum surfen oder gar um die Zukunft voraussagen – und nun das:

Berlin, U-Bahnhof Yorckstraße. Sanft fahre ich mit meinem Finger über die Scheibe des BVG-Automaten und stoppe beim Gruppenticket. Die Wahl fällt nicht schwer, wir sind zu dritt. Und so führe ich, feinfühlig wie ich nun mal bin, den sauber entfalteten 10 EUR-Schein in den dafür vorgesehenen Schlitz. Die größte Fehlermeldung die ich jemals gesehen habe popt auf und dann… nichts! Sämtliche Funktionen scheinen deaktiviert. Nichts geht mehr. Nach etwa 30 Sekunden schaltet der Automat wieder auf seinen Urzustand. Gemütlich wie er da steht, behält er natürlich meine 10 EUR ein… wer hat’s verdient, wenn nicht er?!





Nintendos „verdeckte“ Mission

16 02 2007

Nintendos Wii

Da macht man alles richtig, entwickelt eine Konsole für die breite Masse und dann sowas. Meinungskanal, ha! Das ich nicht lache. Ein plumper Versuch ein Marketinginstrument als Innovation zu verkaufen. Welchen Nutzen erfüllt ein Online-Kanal auf einer Spielkonsole bei dem ich angeben kann ob ich lieber Hunde als Katzen mag. Ob ich lieber entspanne oder auf Partys im Kreis hopse?! Für den gemeinen Konsolennutzer sehe ich keinen Sinn aber Nintendo kann sich freuen. Bekommt man doch durch das relativ „sinnfrei“ anmutende Gefrage präzisen Aufschluß über das Kaufverhalten der „Real-Miis“. Eigentlich clever, was rege ich mich eigentlich auf – soll die Wii nicht eine Konsole für die ganze Familie sein? Für Kinder, Eltern, Omas und Opas? Klar! Und gerade die tappen in die Marketing-Falle. Während viele bei Telefonumfragen bereits in den ersten 30 Sekunden aufgelegt hätten, bezieht man hier mit seinem selbstgestalteten Mii so richtig Stellung. Nie war Meinung einfacher…

Laurent Fischer Marketing Direktor von Nintendo of Europe: „Wer schon immer wissen wollte, ob andere Menschen seine Meinungen, Vorlieben oder Abneigungen teilen, kann seine Neugier über den Meinungskanal jetzt ganz leicht befriedigen.“

Achso, ich mag Spiele mit Blut, denn ich kann schon selbst entscheiden was ich verarbeiten kann und was nicht.





…sag zum Abschied leise Servus

16 02 2007

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Vorbei ist vorbei. Da sehnt man sich jahrelang nach diesem Tag, nach diesem Moment, nach dieser Sekunde in der alles von einem abfällt, der Stress und die Anspannung und dann?! Ja, dann. Dann ist es vorbei. Und man ist nicht wirklich schlauer als vorher. Man weiß eigentlich nur was man falsch gemacht hat, was richtig war wird sich wohl viel später zeigen. Vier Jahre Studium liegen nun hinter mir, wenn ich erhrlich bin fast fünf aber was spielt das noch für eine Rolle. Mir steht jetzt die Welt offen oder etwa nicht!? Das es mir einmal so schwer fallen wird von meinen Kommilitonen Abschied zu nehmen, das hätte ich nicht gedacht. Selbst die, die einem normalerweise am Poppöchen vorbeigehen vermisst man. Komisch… was kommt wohl noch? Höre ich bald Schlager? Trinke nur noch Tee und gehe auf Ü30-Partys?