Moral

23 04 2007

STALKER

Ich weiß es ja. Ich bin ein Sammler und in Spielen neige ich zum Messie. Man weiß nie, wann einem durch einen finsteren Dämonen oder ähnliches das virtuelle Lebenslicht ausgehaucht wird. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer genug Health-Tränke oder dergleichen anzuhäufen, um sie im Notfall parat zu haben. Es ist auch sicher nicht verkehrt möglichst viel Geld in einem Spiel zusammenzutragen, ganz besonders dann, wenn man sich von dem hart erzockten Zaster das Spiel erleichtern kann. Sei es durch Rüstungen, Waffen oder sonst was. Ob das etwas über meinen Charakter aussagt weiß ich nicht. Vielleicht haben Psychologen ihre wahre Freude an derartigen Interpretationen.

Eine Woche brauchte ich nun um S.T.A.L.K.E.R. durchzuspielen, der lang erwartete Shooter aus der Ukraine. Im Spiel durchkämmte die verstrahlten Gebiete um Tschernobyl. Durchsuchte dabei verlassenen Häuser von Prypjat und Umgebung nach wertvollen Dingen. Nur um danach zum Händler meines Vertrauens zu rennen und sie in nützliche Sachen wie Strahlenanzüge oder Medipacks einzutauschen. Ich wollte ja für den Reaktor gewappnet sein. Das sich dabei auch jede Menge Geld auf dem Konto meines digitalen Kämpfers anhäufte beruhigte mich.

Vielleicht sei darauf verwiesen, dass S.T.A.L.K.E.R. sieben verschiedene Enden hat. Je nach Spielweise werden verschiedene Enden gezeigt. Vier dieser Enden sind allerdings „schlechte“ Enden. Das heißt das Spiel lässt einen ohne jeglichen Erfolgsmoment stehen. Ende. Aus die Maus. Finite. So ging es auch mir… das Spiel teilte mir in einer Rendersequenz mit, dass es mir nur um den Reichtum ginge. Toll! Na warum habe ich denn so viel virtuelles Geld angehäuft?! Um das Geheimnis der Zone zu lüften und das böse im Spiel auszulöschen. So wird mir das gedankt.

Wozu braucht ein Spiel eigentlich verschiedene Enden? Mir reicht eins. Und wenn es mehrere gibt will ich sie doch alle sehen. Aus diesem Grund muss ich an 1000 verschiedenen Punkten saven, laden und weiterspielen, nur um alle Enden abzuklappern. Dann kommt wieder der Sammler in mir durch und die Psychologen werden raunen “Oh, hm mhmmm…ganz eindeutig, ganz eindeutig.

[mein offizielles STALKER-Ende via YouTube]





Für lau

23 04 2007

Seltsam. Manchmal gehen doch die dollsten Sachen an einem vorbei. Nachdem ich recht spät erst auf den Trackmania Nations Zug aufgesprungen bin, hat mich nun das Gitarrenfieber erreicht. Ich konnte dem ganzen Guitar Hero Hype nie etwas abgewinnen. Engstirnig wie ich nun mal sein kann dachte ich mir: „Wer Gitarre spielen will,  soll sich eine kaufen und üben! Aber nicht auf einer per USB verkabelten Plastegitarre rumdrücken. Wie uncool!

Frets On Fire Logo

Oh, wie falsch ich doch lag. Nun habe ich mir aus reiner Neugier „Frets On Fire“ besorgt. Ein Guitar Hero Clone für lau. Einmal die kostenlose PC Variante installiert, mit Musiktiteln gefüttert und ab geht die Post. Im Gegensatz zur Konsolenversion drückt man hier statt auf der ollen Plastegitarre auf der PC-Tastatur herum. Das klingt nicht nur blöde, sieht auch verdammt bescheuert aus. Macht aber umso mehr Spaß.

Wer’s nicht kennt, dass Spielprinzip ist einfach erklärt. Zu Rhythmus und Musik muss man einfach nur verschiedene Tasten in der richtigen Reihenfolge drücken. Aber sollte man das fehlerfrei schaffen, wird man mit atemberaubenden Solis belohnt. Und seltsamerweise hat man wirklich das Gefühl die Gitarrenspur zu spielen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es fühlt sich fast so gut an wie auf einer Bühne vor Leuten zu klampfen. Sollte man aber daneben greifen, dann bestraft einen das Programm mit einem schiefen Ton. Aber das kann mich nicht davon abhalten auch weiterhin die Tastaturgitarre zu schwingen, auch wenn ich die, wie meine E-Gitarre, eines Tages an den Nagel hängen werde.





BVG Nachtrag

23 04 2007

Nachdem sich meine Automatenangst langsam wieder gelegt hat, kann ich auch voller Freude berichten, dass die BVG mir 10 EUR „zurückbezahlt“ hat. Wer hätte das gedacht!