
Nintendo recycelt mit der „Virtual Console“ alte Konsolen Titel des NES, Turbografx, Sega Mega Drive, SNES und Nintendo 64 auf der Wii. An sich schön und gut und von Big N eine clevere Idee sich den einen oder anderen Euro dazuzuverdienen. Auch für die Wii-Benutzer ist es attraktiv und komfortabel die einmal „installierten“ Spiele direkt auf der Konsole zu haben. Ist man mit seiner Wii mal bei Freunden, so hat man, sofern man sich VC-Spiele gekauft hat, die Games gleich parat. Ohne lästige Medien mit sich schleppen zu müssen. Doch dennoch wiegen einige Kritikpunkte schwer.
Die Preise der VC-Titel stehen in keinem Verhältnis zu den Tatsächlichen Marktpreisen der Spiele. Viele sind weit über 15 Jahre alt und kosten selbst ohne Verpackung und festes Handbuch zwischen 5 und 10 EUR im Wii-Shop. Da bei Nintendo für VC-Spiele weder große Produktions- noch Vertriebskosten anfallen, sind die Preise nicht nachvollziehbar. Vor allem dann nicht, wenn einige Titel bereits kostenlose Beilage in Magazinen waren.
Wer noch im Besitz alter Konsolen Titel ist, die jetzt auch über die VC vertrieben werden, der muss dennoch, sollte er sie auf der Wii spielen wollen, zahlen. Und das obwohl die Spiele lediglich emuliert werden. Sprich keine technischen Verbesserungen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das ausschließliche Nutzungsrecht der erworbenen VC-Spiele auf der eigenen Konsole. Die Spiele können nämlich nur auf der Konsole gespielt werden, auf der sie runtergeladen wurden. Sollte man irgendwann seine Konsole verkaufen oder durch ein neueres Modell ersetzen, so bleibt einem nichts anderes übrig auch die Spiele mit abzugeben.
Das sich mit der VC sicher gutes Geld verdienen lässt, ist mehr als wahrscheinlich. Unwahrscheinlich hingegen ist, das Nintendo die Kritikpunkte an der VC überdenkt und etwas ändert.