ACHTUNG! Dieser Eintrag ist lang. Wem beim Lesen die Augen brennen sollten, der darf ruhig abbrechen.
Wir sind zurueck und haben jede Menge erlebt. Hier nun einige Erlebnisse unserer 18 taegigen Reise quer durch Suedafrika. Viel Spass!
Tag 1 – Fahrt von Bloem nach Punda Maria (Krueger Park)
Und los ging’s! Am ersten Tag hieß es früh aus den Federn, denn wir hatten eine Strecke von 1023 km zu bewältigen. Punkt 3 Uhr in der Nacht fuhren wir los. Zu Fünft (Nancy, Jan, Robert, Robin und meine Wenigkeit) und mit voll gepacktem Jeep ging es Richtung Krueger National Park. Kurz vor Johannesburg gab es die erste kleine Panne. Beinnahe wäre uns ein Campingstuhl vom Dachgepäckträger gefallen. Es sollte nicht die einzige Panne bleiben. Über Autobahn, National Straßen und versehentlich genutzte Staubpisten, kamen wir trotz allem noch pünktlich 16.45 Uhr am Gate Punda Maria im Krüger Park an. Hundemüde haben wir dann unsere Zelte aufgebaut, während die ersten vereinzelten Mücken nach Nahrung suchten. Schnell mit Mückenspray eingeschmiert und weil’s so schön ist noch eine Tablette zur Malariaprophylaxe genommen, denn der Krüger ist Malariagebiet. Kurz nach dem Zeltaufbau hörten wir lautes Schatzen und Grunzen. Da wir direkt am Zaun eines Camps zelteten, hatten wir keinen weiten Weg um nachzusehen was sich da tat. Neben uns lag ein Wasserloch, an dem hatte es sich eine riesige Herde von mehreren Hundert Kaffernbüffeln bequem gemacht. Wenig später waren an gleicher Stelle, nur 5 m von uns entfernt, zwei riesige Elefanten zu sehen. Unser Kamerablitzlicht schien ihnen nicht sonderlich zu gefallen, so dass sie uns mit ihrem lauten Schnaufen einen Schrecken einjagten. Ein 2 m hoher Maschendrahtzaun gibt einem, in Anbetracht eines wütenden 3,2 m hohen und rund 5000 kg schweren Elefanten, nur bedingt das Gefühl von Sicherheit.

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Tag 2 – Krüger Park: „Nancy, fahr los!!! Fahr los!!!“
Heute hieß es 160 km zum nächsten Camp im Krüger fahren. 160 km – das klingt nicht viel, doch bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und einem Fotostopp bei jeder Tiersichtung, wir es zum Tagestrip. Gleich zu Beginn sahen wir wieder Elefanten, Giraffen und allerhand kleinere Wildtiere.
Irgendwann fuhren wir zu einer Wasserstelle an der es sich eine Herde von Elefanten gemütlich gemacht hatte. Im Abstand von 50 m parkten wir unseren Jeep, als sich zwei Tiere aus der Gruppe lösten und unser Fahrzeug umkreisten. Wir wurden nervös, denn einer der Beiden versperrte uns den Weg. Wir versuchten die Ruhe zu bewaren. Als sich jedoch einer der Elefanten schräg hinter unserem Fahrzeug aufbäumte und wie wild mit den Ohren wackelte, riefen wir panisch zu Nancy: „Fahr los! Fahr los!“. Der Dickhäuter begann auf uns zuzurennen. Nancy trat aufs Gaspedal. Adrenalin! Flucht geglückt. Für das erste hatten wir genug von Elefanten.
An diesem Tag zelteten wir im Camp Tsendze. Dort nahmen wir noch an einer Nachtour teil, um die Wahrscheinlichkeit einer Löwensichtung zu steigern. Doch „außer Hyänen, nichts gewesen“.

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Tag 3 – Krüger Park: “Morgen gibt es keinen Sonnenaufgang!“
Die heutige Etappe sollte uns 250 km von Tsendze nach Skukuza führen, dem größten Camp im Park. Ständig hielten wir Ausschau nach Löwen. Stattdessen gab es Krokodile, Warzenschweine (deren Population im Krüger fast gleich groß ist, wie die der Löwen), Nilpferde und ein Nashorn. Damit hätten wir nun schon drei, der Big Five gesehen. Elefant, Büffel, Nashorn. Fehlen nur noch Löwe und Leopard. Kurz vor der Ankunft im Camp machten wir noch einen kurzen Sonnenuntergangs-Stopp, bei dem es sich ein Pavian auf unserem Autodach gemütlich machte und uns unmissverständlich mitteilte was er von uns hielt. Ließ er doch vor unseren Augen seinem Druck freien Lauf. Ungehobelter Fatzke!
Abends im Camp fragten wir eine Mitarbeiterin, wann denn der Sonnenaufgang für den nächsten Tag zu erwarten sei, denn wir wollten zeitig los, um Löwen sehen. Sie meinte daraufhin: „There is no sunrise tomorrow!“. Ob sich das bewahrheiten sollte erfuhren wir am nächsten Morgen.

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Tag 4 – Fahrt nach Swasiland: „Can you close your eyes?“
Glück gehabt! Die Sonne ist wider Erwarten aufgegangen. Weiter ging unsere Suche nach den rund 2000 Löwen im Park. Doch auch am letzten Tag blieb uns der Blick auf den „König der Tiere“ verwehrt.
Wir verließen gegen Mittag den Krüger Park und machten uns auf den Weg nach Swasiland, einem Königreich das von Südafrika umschlossen wird. Kurz nach de Ausfahrt aus dem Park merkten wir, dass unsere Kofferraumklappe nicht mehr richtig schließt. Provisorisch geflickt und zur nächsten Werkstatt damit. Das Problem war schnell behoben – für Afrika unglaublich!
Nun aber ging es Richtung Grenze. Am Grenzposten in Matsamo machte uns die südafrikanische Polizei darauf aufmerksam, dass unsere Straßenvignette abgelaufen ist und wir nun 1500 R (150 EUR) Strafe zu zahlen haben. Bravo! Schnell den Besitzer des Wagens verständigt. Der meinte er hätte die Plakette nur vergessen anzubringen und er will sie uns zufaxen. So warteten wir am Grenzübergang sehnsüchtig auf das Fax. Nach etwa einer halben Stunde wurden die Grenzbeamten etwas ungeduldig und meinten wir sollen jetzt 250 R (25 EUR) Strafe für die vergessene Vignette bezahlen. Daraufhin sagte Robert, dass wir nicht so viel Geld dabei hätten. Die Beamten schauten uns darauf misstrauisch an – wer sollte das auch glauben? Nach einer guten Stunde kam dann endlich das Fax an. Die 250 R sollten wir dennoch bezahlen. Mit dem Klischee der korrupten afrikanischen Polizei im Hinterkopf und der Hoffnung ohne Strafe davon zu kommen, fragte Robert die Beamten „Can you close your eyes?“ (das sollte die adequate Uebersetzung fuer „mal ein Auge zudruecken“ sein). Die Antwort kam prompt: „For what?“. Nach kurzer Diskussion meinten die Staatsdiener wir sollten schleunigst verschwinden. Super! Nichts bezahlt. T.I.A.!
Endlich in Swasiland steuerten wir Bulembu an. Der Ort war im Loneley Planet als Geisterstadt angegeben. 1936 für Minenarbeiter errichtet, wurde der Ort mit der fünftgrößten Asbestmine der Welt schnell zu einem wichtigen Rohstoffstandort von Swasiland. Über 10.000 Arbeiter lebten hier. Der Ort selbst verfügte über die größte Drahtseilbahn der Welt. Heute aber leben in Bulembu vielleicht noch 200-300 Menschen. Der Asbestabbau ist zum Erliegen gekommen. Die Drahtseilbahn steht still. Überall wo man hinsieht leere Häuser – ein Hauch von Tschernobyl liegt in der Luft. Amerikanische und britische Investoren haben viel in der Stadt aufgekauft und versuchen nun die alten Häuser in Ferienunterkünfte zu wandeln. In einem dieser Häuser, dem ehemaligen Gästehaus der „Asbest-Manager“ sollten wir übernachten. Zuvor galt es aber noch die 20 km unbefestigter Straße, mit einem geschätzten Steigungsgrad von 25 % zu bewältigen – Knochenarbeit, besonders für unsere Hintern! Es sollte sich wirklich lohnen, denn Bulembu ist traumhaft schön. Der Ort liegt ca. 1300 m hoch, in den ältesten Bergen der Welt, direkt vor dem höchsten Gipfel Swasilands, dem 1862 m hohen Emlembe Piek (dt. Ort der Spinne) umringt von grünem Wald.
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Tag 5 – Swasiland: Schönheit und Elend
Aufgewacht mit einem Mückenstich, hieß es nun auch für die kommenden 25 Tage jeden Abend eine Tablette gegen Malaria zu nehmen. Denn auch Swasiland ist Malariagebiet. Nach einem Frühstück vor einer traumhaften Bergkulisse ging es nach Mbabane, der Hauptstadt von Swasiland. Neben der aller schöner Natur sollte man darüber hinaus nicht vergessen, dass Swasiland das Land mit der höchsten Aidsrate der Welt ist. Mehr als die Hälfte der Einwohner leidet an HIV. Die Lebenserwartung liegt bei 33 Jahren und ist damit eine der niedrigsten der Welt. Wenn man an der Straße hält bekommt man unweigerlich die Armut der Bevölkerung zu spüren. Von allen Seiten wird das Auto umringt. Wo vorher kein Mensch zu sehen war, wimmelt es nun plötzlich von ihnen. Es wird nach Geld und Essen gebeten und Schnitzereien angeboten. In Anbetracht der Situation, in der die meisten Swasi hier leben, könnte man einfach nur weinen. In einem Land in dem kaum einer ein passendes Paar Schuhe besitzt, Kinder auf der Straße leben, weil die Eltern an Aids gestorben sind, beginnt man sich selbst für seinen „Reichtum“ zu schämen.
Die Grenzüberfahrt nach Südafrika war wie der Wechsel in eine andere Welt. Wir blieben die Nacht in St.Lucia, einem Touristenort. Die Menschen von Swasiland begleiteten mich noch in Gedanken, bis ich an diesem Tag einschlief.
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Tag 6 – Fahrt nach Leisure Bay – North Coast
Nach einer stürmischen Nacht beteiligten wir uns, an einem von unserem Backpacker angebotenen, „Morningwalk“. Trotz Nilpferden, Affen und Mistkäfern empfand ich den Walk recht unspektakulär.
Abfahrt nach Leisure Bay an der Ostküste. Im Ku-Boboyi Backpacker wollten wir für zwei Tage bleiben. Mit toller Sicht auf den Indischen Ozean, einem Pool und ganz viel Ruhe ging der Tag entspannt zu Ende.

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Tag 7 – Leisure Bay: Regen, Regen, Regen
Entspannt gefrühstückt. Etwas SA untypisch gab es frische Crepes. Die waren allerdings mehr als lecker. Trotz des wolkenverhangenen Himmels ließen wir es uns nicht nehmen zum Strand zu fahren um das erste Mal im Indischen Ozean zu baden. Herrlich!
An diesem Tag ging es noch zu einer atemberaubenden Schlucht in das 70 km entfernte Oribi Gorge Nature Reservat. Am Abend ließen wir es uns nicht nehmen bei strömenden Regen und starkem Wind zu braaien. Im Haus des Backpackers regnete es bereits durch die Decke, wie sollten das dann unsere Zelte aushalten? Die waren innen schon leicht feucht, zu allem Überfluss war es auch noch ziemlich kalt. Die komplette Nacht peitschte der Regen gegen unser Zelt.

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Tag 8 – Fahrt nach East London
Am Morgen war unsere Zeltwand ordentlich nass und auch innen war vieles klamm und feucht geworden. Als der Regen endlich aufgehört hatte, hängten wir unsere Zelte zum Trocknen auf. Kurz vor dem nächsten Schauer ging unsere Reise dann weiter. Angedacht war als Tagesziel nach Hogsback zu fahren, einem Geheimtipp. Was wir nach ca. 400 km Fahrt durch bergige Landschaft und einem Telefonat mit dem dort ansässigen Backpacker auf den nächsten Tag verschoben. Alles war ausgebucht. So blieb uns nichts anderes übrig als die Nacht in East London zu verbringen. Das 12er Zimmer im dortigen Backpacker war besser als gedacht und die 15 m bis zum Meer entschädigten für die lange Fahrt.

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Tag 9 – Fahrt nach Grahamstown: Hogsback – The spirit of Tolkien
5.55 Uhr aufgestanden um doch noch einen Tagestrip nach Hogsback zu unternehmen. Der Lonely Planet bezeichnet das kleine verschlafene Nest als Geheimtipp. Und das ist es wirklich. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. J.R.R. Tolkien der Autor von „Der kleine Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ hat hier in seiner Kindheit häufig die Ferien verbracht und soll von der Umgebung zu seinen Büchern inspiriert wurden sein. Tatsächlich kann man sich wirklich vorstellen, wie sich seine Geschichten hier abspielen. Die Wälder wirken wie aus einer Fabelwelt mit Trollen, Zwergen und Hobbits. Die hohen Berge tun ihr übriges. Angedacht war, dass wir hier an einem Reitausflug teilnehmen. Allerdings werden die hier, da noch Winter ist, nicht angeboten. So entschlossen wir uns wandern zu gehen. Bei dem ungefähr dreistündigen langen Marsch über die unzähligen Pfade des Waldes, konnte ich auch endlich meinen aus Deutschland mitgebrachten Geocache, neben einem Wasserfall, verstecken.
Nach unserer Wandertour machten wir uns wieder auf den Weg. Es sollte nach Port Alfred, einer Küstenstadt. Doch daraus wurde wieder nichts, denn alle Unterkünfte waren aufgrund einer Segelregatta belegt. Uns blieb also nichts anderes übrig als von Port Alfred in das 60 km entfernte Grahamstown zu fahren. In einem Backpacker „The old gaol“, das früher mal ein Gefängnis war, konnten wir noch eine Zelle für 5 Personen ergattern.
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Tag 10 – Fahrt nach Jeffrey’s Bay: Kleine Verschnaufpause
Nachdem wir im Gefängnishof bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt hatten schauten wir uns noch ein wenig die Stadt an. Grahamstown besitzt mit 53 m den höchsten Kirchturm Südafrikas. Nach der kleinen Stadtbesichtigung ging es nach Jeffrey’s Bay, einem Surferparadies an der Wild Coast. Im „Island Vibe“, einem Backpacker dem Hotspot für Surfer nisteten wir uns für zwei Tage ein. Nancy und Robert im Zelt. Jan, Robin und ich in einem 12er Zimmer. Die feuchte Nacht in Leisure Bay hatte uns vorsichtig gemacht. Jan und ich hatten das Glück an diesem Tag einen Pinguin aus nächster Nähe zu sehen und auch einen Wal konnten wir im Meer entdecken. „Walwatching“ ist damit für mich auch abgehakt.

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Tag 11 – Jeffrey’s Bay: Der Tod eines Popos
Heute ging es zum „Horseriding on the Beach“. Was himmlisch klingt, tat höllisch weh! Nachdem uns die Pferde zugewiesen wurden, begann meines gleich mit den Mätzchen. Anscheinend war es kaputt. Es fing ständig an ein anderes Pferd aus der Gruppe zu treten oder gar zu beißen. Mir wurde jedes mal etwas bang als es seine Aussetzer bekam. Circa eine Stunde ritten wir im Schritt über einen steinigen Weg in Richtung Strand. Zu steuern brauchte ich nicht, das Pferd schien das schon so oft gemacht zu haben, dass es wusste was es zu tun hat. Als wir dann auf die Dünen vor dem Strand kamen, drehte mein Pferd vollkommen frei. Im Trab versuchte es alle anderen zu überholen. Auf mich wollte es gar nicht hören. Mir hätte auch mal jemand sagen müssen, dass man sich im Trab mitbewegen sollte. Die Schmerzen im Hintern waren sagenhaft. Am Strand angekommen, legte es dann richtig los. Im Galopp fegte es unkontrolliert über den Strand. Ich bekam Lust auf Pferde-Biltong. Kurz bevor wir die rettende Farm, das Ende unseres Reitausfluges, erreichen sollten, gingen bei „Tschaka“, wie mein Pferd hieß, vollkommen „die Pferde durch“. Auf einer Koppel sah es fünf andere, frei laufenden Pferde, wieherte daraufhin und ging ab wie die Post. Ich sah mich schon am Boden. Doch wie durch ein Wunder habe ich überlebt – mein Hintern leider nicht.

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Tag 12 – Fahrt nach Knysna: Krebse und Austern
Mein Po fühlte sich an diesem Tag noch schlimmer an, als kurz nach unserem Ausritt. Die Sitze im Jeep trugen auch nicht zu dessen Heilung bei. So ging es dann zur nächsten Etappe, über die Garden Route, nach Knysna. Inklusive jeder Menge Fotostopps. Am Abend fuhren wir, während Nancy shoppen ging, noch an den Strand einer Lagune. Die vielen Krebse schreckten uns allerdings von einem größeren Strandaufenthalt ab. Eine kurze Abkühlung nahmen wir dann doch. Am Abend gingen Nancy, Jan und ich noch in das Restaurant Ocean Basket. Dort bestellten wir uns als Vorspeise jeweils zwei Austern. Vom Geschmack bekam ich nicht viel mit. Das Schlürfen musste erst mal geübt sein. Es werden wohl dennoch nicht die letzten zwei Austern meines Lebens bleiben.

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Tag 13 – Fahrt nach Swellendam: Badespaß in Mossel Bay
Die letzten Kilometer auf der Garden Route. In Mossel Bay hielten wir noch einmal an, um das letzte Mal im Indischen Ozean zu baden. Der Strand war einfach traumhaft und selbst das Wetter war richtig gut. Kaum Wind, warme Sonne und ausgezeichnete Wellen. Das einzige was das Bild etwas trübte war die Erdgasraffinerie, die gleich nebenan stand. Bei ungünstigem Wind konnte man sie nicht „überriechen“.
Nach dem einmaligen Badespaß schauten sich Jan und ich noch eine Sehenswürdigkeit der Stadt an. Den alten Postbaum. Mossel Bay wurde in früheren Jahrhunderten zu Auffrischung der Wasservorräte von Schiffen und als Stopp zu Weiterfahrt nach Indien oder Europa genutzt. So begannen die Seefahrer ihre Post in Stiefel zu nähen und diese dann in einem alten Baum an der Küste zu verstecken. Schiffe die dann auf der Rückreise nach Europa oder Indien waren, hielten dann an und nahmen die Post mit. Steckt man heute in Mossel Bay seinen Brief in einen Postkasten in Stiefelform, so bekommt man einen Sonderstempel.
Das Ziel des Tages war Swellendam. Die drittälteste europäische Siedlung in Südafrika, direkt neben dem Panorama der Langberge.
Am Abend wies Robin noch ein Polizist daraufhin, dass Parken auf der falschen Straßenseite in Südafrika nicht üblich sei. Glücklicherweise übersah er unsere fehlende Vignette und auch Robins nicht vorhandenen Führerschein.
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Tag 14 – Fahrt nach Simonstown: Nadelkap – der südlichste Punkt Afrikas
Nach der wohl kältesten Nacht der ganzen Reise, fuhren wir dann zum südlichsten Punkt ganz Afrikas. Das Nadelkap oder auch Kap Agulhas. Hier treffen der Indische und der Atlantische Ozean aufeinander. Dementsprechend stürmisch ist es hier auch. Auf der Weiterfahrt nach Simonstown legten wir noch einen Fotostopp kurz vor Sommersetwest ein. Uns bot sich ein unglaublicher Blick auf die False Bay. In Simonstown legten wir uns dann in einem Backpacker, der in einem alten viktorianischen Haus war, zur Ruhe.
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Tag 15 –Fahrt nach Kapstadt: Kap der Guten Hoffnung
Nach einer Stadtbesichtigung starteten wir gegen Mittag unserer Reise auf die Kaphalbinsel. Zu sehen gab es dort eine wunderschöne Landschaft in sattem Grün und tiefen Blau.
Vorbei an Bergen, Wiesen und steilen Hängen sahen wir am Strand, wie es sich ein Pärchen zum Picknick gemütlich gemacht hatte. Kurz darauf rannten zwei Paviane in Richtung Picknickkorb. Das Pärchen war machtlos und trat nach erfolgloser Verteidigung ihres Essens den Rückzug an. Die Paviane unterdessen schmatzen fröhlich vor sich hin.
Für uns hieß es dann Weiterfahrt zum Cape Point und dem Kap der Guten Hoffnung. Darüber zu sagen gibt es nur: Wundervolle Aussicht und jede Menge Touristen.
Am Abend trudelten wir endlich am Ziel unserer Reise ein, Kapstadt. Im dortigen vier Sterne Backpacker „Big Blue“ (angeblich der beste in Kapstadt) hatten wir uns für drei Tage eingebucht. Zu später Stunde liefen wir noch in die Stadt. Dort wollten wir noch etwas „trinken gehen“. Mit gleichzeitiger Einnahme von Malariatabletten, reichte jedoch ein Bier für den ganzen Abend. Zurück im Backpacker, störten wir noch den Nachtportier beim Erotikfilm schauen, bevor es dann in unser 8 Bett Zimmer zum Schlafen ging.
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Tag 16 – Kapstadt: Betten sind wie das Wetter. Unsicher.
Wir wollten eigentlich den Tafelberg erklimmen, doch die Wolkenwand die es sich auf dem Berg gemütlich gemacht hatte, hinderte uns daran. So schauten wir uns die berühmte Waterfront an. Als wir sahen das sich die Wolken auf dem Berg verzogen hatten, nahmen wir (Nancy, Jan und ich) uns ein Taxi und fuhren zur Seilbahn, die uns nach oben bringen sollte. Leider war diese aufgrund des starken Windes geschlossen, was uns der Taxifahrer geschickter Weise verheimlichte. So entschieden wir uns per Fuß zurück in die Stadt zu laufen. Was wohl gut drei Stunden dauerte. Dennoch hatten wir einen tollen Blick auf Kapstadt. Zurück im Backpacker entspannten wir, trotz der ständigen Stromausfälle dort, ein wenig. Nachdem Jan fast das Doppelstockbett durch eine akrobatische Meisterleistung zerstört hätte, schliefen wir ein.
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Tag 17 – Kapstadt: Timing ist alles
Nancy, Jan und ich standen zeitig auf, um am frühen Morgen auf einen wolkenfreien Tafelberg zu fahren. Doch daraus wurde nichts. Es regnete und der Berg war noch wolkenverhangener als am Tag zuvor. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen mit der Seilbahn nach oben zu fahren. In der Hoffnung das sich das Wetter dort oben doch noch ändert. Leider hatten wir kein Glück, bei Nebel und 8 Grad konnte gerade mal 10 – 20 m weit sehen. Wieder am Fuß des Berges angekommen, verzogen sich die Wolken und es sollte, bis zum Ende des Tages, dort oben unbewölkt bleiben. Was für ein Timing!
Unsere nächste Besichtigung war das „Aquarium“. Hier konnte man einzigartige Fische und Meerestiere beobachten und von Nebel war hier keine Spur zu erkennen. Inspiriert durch das Meeresmuseum gönnten wir uns erst mal eine schöne Portion „Fish & Chips“.
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Tag 18 – Rückfahrt nach Bloemfontein: Robben Island
Für alle hieß es zeitig raus aus den Betten, denn wir wollten vor unserer Abfahrt aus Kapstadt noch an einer Tour nach Robben Island teilnehmen. Von der ehemaligen Gefängnisinsel hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Stadt und den wolkenfreien Tafelberg. Grmpf! Nach einer recht interessanten Führung durch einen ehemaligen Häftling, machten wir uns wieder auf den Heimweg nach Bloemfontein. Nach ca. 12 Stunden Fahrt kamen wir unversehrt, dafür aber geschafft in Bloem an. 6108 gefahrene Kilometer in 18 Tagen. Spannend, lustig, stressig, gemütlich, aufregend und kein bisschen langweilig!
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