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Nun ist es amtlich. Der BIU e.V. (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) plant zusammen mit der Kölnmesse GmbH für 2009 eine Spielemesse in Köln. Das Ganze soll unter dem Titel „GAMESCom“ laufen, da die Leipziger Messe GmbH verständlicherweise den Titel der „Games Convention“ nicht einfach so abtreten wollte.
Das ist das Ergebnis eines seit Jahren andauernden Kampfes. Gekämpft wurde statt mit Vernunft mit Holzhammer-Argumenten, wie der schlechten Verkehrsanbindung Leipzigs oder den überbelegten Hotels zur GC-Zeit.
Das die Entfernung vom Flughafen Leipzig bis hin zum Messe Areal schlappe 11 km beträgt, der Flughafen über einen Bahnanschluss der Deutschen Bahn verfügt, die Autobahnen A14 in unter 1 km und die A9 nach Berlin und München in knapp 15 km Entfernung am Messegelände liegen, scheint niemanden zu interessieren.
Es ist schon verrückt, denn zeitgleich mit der Ankündigung des BIU, gewinnt die Messestadt Leipzig den Conga-Award für das beste Kongreßzentrum Deutschlands. Damit bleiben 400 Veranstaltungsorte u.a. auch Köln hinter dem Congress Center Leipzig.
Die „Games Convention“ in Leipzig war eine Erfolgsgeschichte. Fanden sich im Jahr 2002 noch 166 Aussteller und rund 80.000 Besucher in Leipzig ein, so waren es 2007 bereits 503 Aussteller und rund 185.000 Besucher [1].
Theoretisch wäre es möglich, auch 2009 die „Games Convention“ in Leipzig stattfinden zu lassen, allerdings gehören dem BIU die weltweit größten Spielehersteller wie EA, Activision oder Nintendo an, was sicher auch den Rest der Branche nach Köln wandern lässt. Das Ende der GC ist wohl damit besiegelt.
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[1] Leipziger Messe, Pressemeldung,
„GC 2007 geht mit Rekordbilanz zu Ende“ – 26. August2007


