GTA IV – Lost for Money

22 02 2009

GTA IV - Lost for Money

Um es einmal festzuhalten: Rockstar bringt mit GTA IV „Lost and Damned“ ein Add-On zu einem der erfolgreichsten Spiele der letzen Jahre heraus. Doch nicht etwa, wie man meinen möchte, auf allen gängigen Plattformen. Nein!

Ausschließlich auf Microsofts Xbox hat man das Vergnügen erneut durch Liberty City zu ziehen. Diese Methode ist nicht neu aber als Spieler fühlt man sich wieder einmal mehr verarscht, wenn keine Xbox das Wohnzimmer ziert. Eigentlich ist das Prinzip ganz einfach: Der Konsolenhersteller bietet dem Spielhersteller eine exorbitante Summe Geld und der produziert im Gegenzug das Spiel ausschließlich für diese Plattform.

Rockstar kann in diesem Fall gar nicht an einer breiten Nutzung von „Lost and Damned“ interessiert sein. Es zählt allein das Geld. So viel zum Kulturgut Computerspiel. Nichts gegen Microsoft aber eine Xbox schaffe ich mir deswegen nicht an. Auch wenn „Lost and Damned“ ganz sicher ein Kracher ist!





Yeeees!Ehm…Noooo! Yo?!

19 05 2008

http://www.gearfuse.com/wp-content/uploads/2007/10/nerd.jpg

Ja, unglaublich aber wahr. Es gibt mich noch.

Es ist die Zeit des Umbruchs, des Aufbruchs, der neuen Ufer, des Anknüpfens und des Neubeginns. Sprich, Zeit für das Diplom.

Gleich vorweg die gute Nachricht, ich habe mir einen Jugendtraum erfüllt. Ein Job in der Spielebranche. Ob es wirklich von Vorteil ist seine eigenen Träume zu erfüllen, das wird sich noch zeigen.

Aber nun zu den Details. Die Details, die ich als offizieller Geheimnisträger der Entertainmentindustrie berechtigt bin, preiszugeben. Seit Mai arbeite ich für einen Dienstleister im Computer- und Konsolenspielebereich. Das heißt von der Spieleplanung über die Quality Assurance, bis hin zum Marketing und der PR ist alles dabei.

Wie könnte es auch anders sein, ich bin für den Bereich PR und Marketing tätig. Der Brancheneinblick ist wirklich spannend, auch wenn ich einiges noch mit sehr kritischen und sicher auch teilweise „naiven Augen“ betrachte.

Die Regeln im Game-Business scheinen auf den ersten Blick recht eingefahren. „Wir haben das Geld, also regeln wir das auch nach unserer Art!“. Sicher, das ist nichts neues aber so live und in Farbe wirken manche Dinge eben stärker und intensiver.

So ich muss weiterclippenarbeiten….





Messenpanik!

25 02 2008

Leipziger Messe GmbH

Nun ist es amtlich. Der BIU e.V. (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware) plant zusammen mit der Kölnmesse GmbH für 2009 eine Spielemesse in Köln. Das Ganze soll unter dem Titel „GAMESCom“ laufen, da die Leipziger Messe GmbH verständlicherweise den Titel der „Games Convention“ nicht einfach so abtreten wollte.

Das ist das Ergebnis eines seit Jahren andauernden Kampfes. Gekämpft wurde statt mit Vernunft mit Holzhammer-Argumenten, wie der schlechten Verkehrsanbindung Leipzigs oder den überbelegten Hotels zur GC-Zeit.

Das die Entfernung vom Flughafen Leipzig bis hin zum Messe Areal schlappe 11 km beträgt, der Flughafen über einen Bahnanschluss der Deutschen Bahn verfügt, die Autobahnen A14 in unter 1 km und die A9 nach Berlin und München in knapp 15 km Entfernung am Messegelände liegen, scheint niemanden zu interessieren.

Es ist schon verrückt, denn zeitgleich mit der Ankündigung des BIU, gewinnt die Messestadt Leipzig den Conga-Award für das beste Kongreßzentrum Deutschlands. Damit bleiben 400 Veranstaltungsorte u.a. auch Köln hinter dem Congress Center Leipzig.

Die „Games Convention“ in Leipzig war eine Erfolgsgeschichte. Fanden sich im Jahr 2002 noch 166 Aussteller und rund 80.000 Besucher in Leipzig ein, so waren es 2007 bereits 503 Aussteller und rund 185.000 Besucher [1].

Theoretisch wäre es möglich, auch 2009 die „Games Convention“ in Leipzig stattfinden zu lassen, allerdings gehören dem BIU die weltweit größten Spielehersteller wie EA, Activision oder Nintendo an, was sicher auch den Rest der Branche nach Köln wandern lässt. Das Ende der GC ist wohl damit besiegelt.

———-

[1] Leipziger Messe, Pressemeldung,
„GC 2007 geht mit Rekordbilanz zu Ende“ – 26. August2007





Auch vor 65 Jahren war Gras grün

11 02 2008

Viele Weltkriegsshooter haben eines gemeinsam. Nicht etwa das immer gleiche Szenario, das selbe Waffenarsenal oder die sich immer gleichenden Missionsziele. Nein, hier geht es um ein Gestaltungsmittel, denn im Großteil der Levels und Areale herrscht häufig triste Farblosigkeit. Als Spieler zieht man mit Infanterieregimentern durch fahle Straßenviertel mit grau verputze Gassen, sprengt U-Boote in aschefarbenen Hallen oder gibt seinen bleichen Kollegen Feuerschutz.

http://www.nzgamer.com/http://ps3.pspfreak.de/flickr.com

(v.l.n.r. Brothers In Arms; Call Of Duty 2; Medal Of Honor: Airborne)

Sicher, Straßen und Stadtteile wirken nun mal grau aber auch Wiesen und Wälder werden blass und farblos dargestellt. Man möchte meinen vor gut 65 Jahren war neben Frieden auch Farbe Mangelware. Heute kennt man den Zweiten Weltkrieg meist nur durch Schwarz-Weiß Aufnahmen und kann sich deshalb diese Zeit nur schwer in „bunt“ vorstellen, doch auf Dauer wirkt diese Schlichtheit einfach nur ermüdend.

Wenn schon Spiele mit dem immer gleichen Thema Weltkrieg veröffentlicht werden, dann doch demnächst bitte mit mehr Farbe. Wofür haben Walter Bruch und Co. sonst gearbeitet?! Danke.





Wertstoffkette

26 06 2007

Quelle (http://www.at-mix.de/)Quelle (http://www1.istockphoto.com)Quelle (http://pix.contentmaster.ch/)

Einen sehr interessanten Artikel hat Jörg Langer, ehemaliger Chefredakteur der „Gamestar“, zum Thema Budgetspiele verfasst.

Einige Monate nach der Erstveröffentlichung der Spiele gehen diese häufig in die Zweit- oder Drittvermarktung. Die Titel werden dann für einen Bruchteil des Vollpreises (5 bis 20 EUR) über diverse Handelskanäle vertrieben. Das Geschäft scheint sich zu lohnen. Einige Spieletitel wie „Gothic 2“ verkaufen sich laut Dietmar Tönges, dem Vertriebsleiter von Koch Media, rund 200.000 mal in der Budgetversion.

Interessant ist ebenfalls die Bemerkung von Peter Schroer, Geschäftsführer von ak tronic. „Angeblich kommen auf jedes Original sechs Raubkopien. Ich glaube aber, ohne die Möglichkeit der Raubkopie würden diese sechs Kopien einfach wegfallen, statt sich in Vollpreis-Verkäufe umzuwandeln.“.

Den kompletten Artikel gibt es  hier.





Mario & Co Recycelt

26 06 2007

http://static.flickr.com/29/54091440_92ffd491c9.jpg
Nintendo recycelt mit der „Virtual Console“ alte Konsolen Titel des NES, Turbografx, Sega Mega Drive, SNES und Nintendo 64 auf der Wii. An sich schön und gut und von Big N eine clevere Idee sich den einen oder anderen Euro dazuzuverdienen. Auch für die Wii-Benutzer ist es attraktiv und komfortabel die einmal „installierten“ Spiele direkt auf der Konsole zu haben. Ist man mit seiner Wii mal bei Freunden, so hat man, sofern man sich VC-Spiele gekauft hat, die Games gleich parat. Ohne lästige Medien mit sich schleppen zu müssen. Doch dennoch wiegen einige Kritikpunkte schwer.

Die Preise der VC-Titel stehen in keinem Verhältnis zu den Tatsächlichen Marktpreisen der Spiele. Viele sind weit über 15 Jahre alt und kosten selbst ohne Verpackung und festes Handbuch zwischen 5 und 10 EUR im Wii-Shop. Da bei Nintendo für VC-Spiele weder große Produktions- noch Vertriebskosten anfallen, sind die Preise nicht nachvollziehbar. Vor allem dann nicht, wenn einige Titel bereits kostenlose Beilage in Magazinen waren.

Wer noch im Besitz alter Konsolen Titel ist, die jetzt auch über die VC vertrieben werden, der muss dennoch, sollte er sie auf der Wii spielen wollen, zahlen. Und das obwohl die Spiele lediglich emuliert werden. Sprich keine technischen Verbesserungen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das ausschließliche Nutzungsrecht der erworbenen VC-Spiele auf der eigenen Konsole. Die Spiele können nämlich nur auf der Konsole gespielt werden, auf der sie runtergeladen wurden. Sollte man irgendwann seine Konsole verkaufen oder durch ein neueres Modell ersetzen, so bleibt einem nichts anderes übrig auch die Spiele mit abzugeben.

Das sich mit der VC sicher gutes Geld verdienen lässt, ist mehr als wahrscheinlich. Unwahrscheinlich hingegen ist, das Nintendo die Kritikpunkte an der VC überdenkt und etwas ändert.





Das doppelte DODchen

21 06 2007

(Quelle: http://www.wog.ch/assets/img250/pc/pc_daydefeatsource.jpg)

(Quelle: http://www.wog.ch/assets/img250/pc/pc_daydefeatsource.jpg)

Preispolitik hat nicht immer unbedingt etwas mit Logik zu tun. Aber wie Entwickler Valve dazu kommt, für den Download (!) von „Day of Defeat : Source“ über ihre eigene Online-Vertriebsplattform Steam $19.95 zu verlangen, bleibt mir ein Rätsel. Das Spiel gibt es in der „EA Most Wanted“-Edition bereits für Schlappe 9,95 EUR im Laden und das mit Hülle und DVD. Man blecht also für den reinen Download knapp das Doppelte und hat nicht mal etwas in der Hand. Man könnte nun vermuten, dass sich Publisher EA und Entwickler Valve nicht ganz einig sind, was den Preis betrifft oder Valve einfach ein paar Dollar an EA vorbei verdienen will, Steam gehört immerhin Valve. Doch dem nicht genug. EA will Valve in nichts nachstehen und bietet immernoch eine Hochpreis DOD:S Version für 19,90 EUR. Gleicher Inhalt wie die 9,95 EUR Version. Bravo! Was nichts kostet ist auch nichts Wert.





Moral

23 04 2007

STALKER

Ich weiß es ja. Ich bin ein Sammler und in Spielen neige ich zum Messie. Man weiß nie, wann einem durch einen finsteren Dämonen oder ähnliches das virtuelle Lebenslicht ausgehaucht wird. Aus diesem Grund empfiehlt es sich immer genug Health-Tränke oder dergleichen anzuhäufen, um sie im Notfall parat zu haben. Es ist auch sicher nicht verkehrt möglichst viel Geld in einem Spiel zusammenzutragen, ganz besonders dann, wenn man sich von dem hart erzockten Zaster das Spiel erleichtern kann. Sei es durch Rüstungen, Waffen oder sonst was. Ob das etwas über meinen Charakter aussagt weiß ich nicht. Vielleicht haben Psychologen ihre wahre Freude an derartigen Interpretationen.

Eine Woche brauchte ich nun um S.T.A.L.K.E.R. durchzuspielen, der lang erwartete Shooter aus der Ukraine. Im Spiel durchkämmte die verstrahlten Gebiete um Tschernobyl. Durchsuchte dabei verlassenen Häuser von Prypjat und Umgebung nach wertvollen Dingen. Nur um danach zum Händler meines Vertrauens zu rennen und sie in nützliche Sachen wie Strahlenanzüge oder Medipacks einzutauschen. Ich wollte ja für den Reaktor gewappnet sein. Das sich dabei auch jede Menge Geld auf dem Konto meines digitalen Kämpfers anhäufte beruhigte mich.

Vielleicht sei darauf verwiesen, dass S.T.A.L.K.E.R. sieben verschiedene Enden hat. Je nach Spielweise werden verschiedene Enden gezeigt. Vier dieser Enden sind allerdings „schlechte“ Enden. Das heißt das Spiel lässt einen ohne jeglichen Erfolgsmoment stehen. Ende. Aus die Maus. Finite. So ging es auch mir… das Spiel teilte mir in einer Rendersequenz mit, dass es mir nur um den Reichtum ginge. Toll! Na warum habe ich denn so viel virtuelles Geld angehäuft?! Um das Geheimnis der Zone zu lüften und das böse im Spiel auszulöschen. So wird mir das gedankt.

Wozu braucht ein Spiel eigentlich verschiedene Enden? Mir reicht eins. Und wenn es mehrere gibt will ich sie doch alle sehen. Aus diesem Grund muss ich an 1000 verschiedenen Punkten saven, laden und weiterspielen, nur um alle Enden abzuklappern. Dann kommt wieder der Sammler in mir durch und die Psychologen werden raunen “Oh, hm mhmmm…ganz eindeutig, ganz eindeutig.

[mein offizielles STALKER-Ende via YouTube]





Nintendos „verdeckte“ Mission

16 02 2007

Nintendos Wii

Da macht man alles richtig, entwickelt eine Konsole für die breite Masse und dann sowas. Meinungskanal, ha! Das ich nicht lache. Ein plumper Versuch ein Marketinginstrument als Innovation zu verkaufen. Welchen Nutzen erfüllt ein Online-Kanal auf einer Spielkonsole bei dem ich angeben kann ob ich lieber Hunde als Katzen mag. Ob ich lieber entspanne oder auf Partys im Kreis hopse?! Für den gemeinen Konsolennutzer sehe ich keinen Sinn aber Nintendo kann sich freuen. Bekommt man doch durch das relativ „sinnfrei“ anmutende Gefrage präzisen Aufschluß über das Kaufverhalten der „Real-Miis“. Eigentlich clever, was rege ich mich eigentlich auf – soll die Wii nicht eine Konsole für die ganze Familie sein? Für Kinder, Eltern, Omas und Opas? Klar! Und gerade die tappen in die Marketing-Falle. Während viele bei Telefonumfragen bereits in den ersten 30 Sekunden aufgelegt hätten, bezieht man hier mit seinem selbstgestalteten Mii so richtig Stellung. Nie war Meinung einfacher…

Laurent Fischer Marketing Direktor von Nintendo of Europe: „Wer schon immer wissen wollte, ob andere Menschen seine Meinungen, Vorlieben oder Abneigungen teilen, kann seine Neugier über den Meinungskanal jetzt ganz leicht befriedigen.“

Achso, ich mag Spiele mit Blut, denn ich kann schon selbst entscheiden was ich verarbeiten kann und was nicht.